Sagen Sie Holzschädlingen den Kampf an!

Sie lieben Holz und sie werden heiß und innig von Hausbesitzern gehasst: Der Holzbockkäfer sowie der Nagekäfer, der allgemein unter dem Begriff „Holzwurm“ bekannt ist. Haben sie sich erst einmal in einem Holzhaus oder einem Dachstuhl festgesetzt, kann dieser Befall nicht nur die Statik des Hauses oder Dachstuhles in Gefahr bringen. Auch können sie, wenn der Befall nicht entdeckt wird, die Balken sogar zum Einsturz bringen.

Doch soweit muss es nicht kommen. Bereits recht frühzeitig kann der Befall entdeckt werden. Denn sind diese beiden Tierchen angekommen, rieselt Sägespäne aus den Balken herunter. Auch sind im Holz diverse kleine Löcher zu finden.

Nicht in Panik geraten

Es ist richtig, dass viele Häuser in der heutigen Zeit aus Holz oder zumindest mit einem Holzständerwerk errichtet wurden. Doch auch Massivhäuser besitzen einen wichtigen Holzanteil: Nämlich ihren Dachstuhl. Und richtig: Alle Hölzer, die zum Bau eines Dachstuhles oder eines Holzhauses verwendet werden, sind selbstverständlich nicht im Rohzustand. Sie wurden bearbeitet und in diesem Ablauf auch imprägniert.

Normalerweise wird Holz verwendet, dass druck- oder tiefenimprägniert wurde und somit bis zu einem gewissen Punkt gegen Witterungsverhältnisse und Schädlingsbefall resistent sind. Dennoch sollten Hölzer, die den Witterungsbedingungen, aber auch holzbefallenden Insekten ausgesetzt sind, regelmäßig mit einem wirksamen Holzschutz behandelt werden, damit dieser Schutz aufrecht gehalten wird.

Doch wer nun denkt, dass sein Haus ausreichend geschützt wäre, dass der Holzbock nicht eindringen und sich im Dachstuhl niederlassen könnte, geht etwas blauäugig an die Sache heran. Denn irgendein Schlupfloch findet der Bock bestimmt. Der Holzbock bevorzugt frisches, weiches Splintholz. Daher sind neuere Häuser stärker gefährdet als ältere. Denn altes Holz mag er eigentlich gar nicht. Zudem kommt die traurige Tatsache, dass zum Bauen heutzutage hauptsächlich weiches Splintholz verwendet wird, da es viel zu früh geerntet wird – lange bevor der Baum hartes Kernholz entwickeln kann.

So ein Wurm

Der Holzwurm ist wesentlich anspruchsloser als der Holzbock. Er lebt sowohl in weichem Splint- , als auch in hartem Kernholz. Es ist ihm egal, durch welches Holz er sich durch knabbern soll. Hauptsache, es schmeckt gut und man lässt ihn dort in Ruhe. Allerdings benötigt er im Gegensatz zum Holzbock eine gewisse Luftfeuchtigkeit, damit er überleben kann. In absolut trockenen Regionen kann er nicht lange überdauern.

Wer den Verdacht hat, dass einer dieser beiden sein Holz befallen hat, sollte schnellstmöglich einen Fachmann mit der Begutachtung beauftragen. Denn gegen einen tatsächlichen Befall helfen nur die Mittel des Fachmannes. Nur in seltenen Fällen ist es ausreichend, den einen oder anderen Balken auswechseln zu müssen.