Grüner Strom ist manchmal sogar günstiger als normaler

Mittlerweile ist der Ökostrom oftmals günstiger als der Standardtarif direkt vor Ort. Für Verbraucher stellt der grüne Strom so eine wirtschaftlich vernünftige Alternative dar. Zahlreiche Haushalte beziehen ihren Strom immer noch durch den Grundversorgungstarif. Oftmals ist dieser alles andere als günstig. Er darf zwar vom Gesetz her nicht verfügen über eine Mindestlaufzeit und muss monatlich zu kündigen sein, doch ist er dann oft auch deswegen der teuerste Tarif direkt vor Ort.

Das Zertifikat beim Ökostrom

Verbraucher, die sich trennen wollen von ihrem bisherigen Stromanbieter und zu einem Ökostromanbieter wechseln wollen sollten jedoch achten auf ein paar Dinge, da der Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist. Mittels der sogenannten Umweltzertifikate haben Stromanbieter die Möglichkeit Kohlestrom und Atomstrom sauber zu waschen und diesen zu verkaufen als Ökostrom. Beispielsweise erwerben Stromanbieter von ausländischen Wasserkraftwerks-Betreibern Zertifikate. Diese bekommen im Gegenzug „schmutzige“ Kohlezertifikate und Atomzertifikate von deutschen Versorgern.

Hiesige Anbieter können so Strom der konventionell erzeugt wurde legal verkaufen als Ökostrom und die ausländischen Betreiber veräußern den Ökostrom als Kohlestrom oder Atomstrom. Im Energie-Mix ändert sich dadurch gar nichts, denn es wurde nicht investiert in Wasserkraftwerke, Sonnenkraftwerke, Windkraftwerke. Der Anteil an erneuerbaren Energien kann nur erhöht werden durch den Bau von neuen Anlagen und so für einen erwarteten Absatz sorgen. Personen, die ihren Anbieterwechsel vorantreiben möchten mit dem Ausbau des Ökostroms, müssen daher achten auf das Label.

Eine Garantie, dass investiert wurde in neue Anlagen geben nur Ökostrom-Labels und nur diese verändern nachhaltig den Energie-Mix. Das Label „ok-power“ ist da weit verbreitet. Das RECS-Zertifikat gibt Anbietern keinen Anreiz zu investieren in neue Anlagen bezüglich der regenerativen Stromerzeugung, denn RECS basiert auf einem reinen Zertifikatehandel.

Aus der Steckdose kein reiner Ökostrom

Vom Windrad direkt zur Steckdose gelangt der Ökostrom jedoch nicht. Wie es auch bei einem konventionellen Anbieter der Fall ist, speist der Versorger in das allgemeine Netz seinen Strom ein. Der Kunde kann somit nicht beeinflussen, wie der Strom erzeugt, wurde den er verbraucht. Aus diesem Grunde bieten nur die Ökostromanbieter ein Ökologisches Nutzen, die in neue Anlagen investieren. Gewonnen wird der Ökostrom aus regenerativen Energieträgern, wie beispielsweise Wasser, Sonne, Wind oder Biomasse.